Bei der bundesweiten Veranstaltungsreihe erfahren Bürger*innen kostenlos und unabhängig alles über Wärmepumpen, Fördermittel und konkrete Schritte beim Heizungstausch. Die große Resonanz mit ausgebuchten, teils sehr großen Hallen zeigt: Das Interesse ist enorm. Ein guter Moment für kommunale Akteure, das Thema Wärmepumpenkommunikation aktiv anzugehen. Drei Fragen an Anja Floetenmeyer‑Woltmann, Veranstalterin der Wärmepumpen‑Infotage.
1. Was hat Sie bei den Wärmepumpen-Infotagen am meisten überrascht – insbesondere im Verhalten oder in den Fragen der Bürger*innen?
Grundsatzdiskussionen sind komplett over. Die Frage ist nicht mehr ob Wärmepumpe, sondern wie. Die Menschen wollen konkrete Umsetzungsschritte. Und: Unsere Zielgruppe 52+ fordert aktiv Klimaschutz von der Bundesregierung ein.
2. Welche Formate oder Inhalte haben am stärksten dazu geführt, dass Bürger*innen nicht nur zuhören, sondern wirklich ins Handeln kommen?
Aktivierung funktioniert durch einfache, klare Handlungsschritte. Wir denken die Customer Journey konsequent vor und erreichen damit eine Handlungsaktivierung von fast 100 Prozent. Es ist Handwerk.
3. Welche Entwicklungen nehmen Sie aktuell im Markt oder in der Beratungspraxis wahr, die Kommunen Mut machen sollten, das Thema Wärmepumpe aktiver zu spielen?
Die Menschen sind durstig nach Infos. Hannover: über 1.000 Teilnehmende, Lübeck: 800. Jede Kommune, die diesen Wissensdurst ignoriert, verschenkt Potenzial.
Anja Floetenmeyer-Woltmann ist Strategin für Wärmewende und Klimakommunikation. Sie bringt einen Hintergrund aus Marketing und Kommunikationspsychologie in die kommunale Praxis ein. Als EU-Wärmepumpen-Beirätin unterstützt sie Kommunen, Verbände und Institutionen durch strategische Beratung, Moderationen und wirkungsstarke Veranstaltungen.
Die nächsten Wärmepumpen-Infotage 2026 finden unter anderem in Stuttgart, Osnabrück und Bonn statt.
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