Erdgas wird teurer – auch durch steigende Netzentgelte
16. Oktober 2025

Gasheizungen sind die dominierende Heiztechnologie in allen Wohnhäusern. Ihre Betriebskosten sind seit 2022 stark gestiegen und werden dies weiter tun: wegen höherer CO2-Preise, aber auch aufgrund der Netzentgelte. Diese sind in den vergangenen drei Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen, besagt die Gaspreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Das lag vor allem an höheren Kosten der Netzbetreiber, um Leitungen zu erneuern, instand zu setzen und zu warten. Werden mehr und mehr Wohnhäuser energetisch saniert und von Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Fernwärme warmgehalten, dann verteilen sich die Netzkosten auf immer kleinere Liefermengen und weniger Nutzer. 


Das ist kein fernes Szenario: Im ersten Halbjahr 2025 wurden erstmals in Deutschland mehr Wärmepumpen und Biomasseheizungen verkauft als Gas- und Ölheizungen, zeigt die Statistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie. Die Fernwärmenetze in Deutschland wachsen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme um rund 2.000 Kilometer pro Jahr. 


Wie stark die Gasnetzentgelte noch steigen, prognos­tiziert eine Studie von Agora Energiewende: bis 2033 dürften sie sich im Schnitt verdoppeln; bis 2040 etwa verfünffachen. Das entspricht Entgelten in Höhe von rund 4 und rund 10 Cent pro Kilowattstunde (brutto) - mehr, als durch hohe Emissionspreise anfallen wird.

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Ein Paar sitzt an einem Tisch mit Laptop, Taschenrechner und Smartphone und geht Dokumente durch. Der Mann zeigt auf etwas, während die Frau schreibt.
16. Oktober 2025
Die Förderung von Heizungstausch und energetischer Sanierung von Gebäuden läuft 2026 voraussichtlich auf ähnlichem Niveau weiter. Die Bundesregierung hat im Haushalt für 2026 rund 12 Milliarden Euro eingeplant. Das sind zwar 3 Milliarden weniger als bisher, aber bis Anfang 2025 wurden aus dem Topf noch Zuschüsse zur 2022 eingestellten Förderung von neuen, energieeffizienten Eigenheimen finanziert.