Gasheizungen sind die dominierende Heiztechnologie in allen Wohnhäusern. Ihre Betriebskosten sind seit 2022 stark gestiegen und werden dies weiter tun: wegen höherer CO2-Preise, aber auch aufgrund der Netzentgelte. Diese sind in den vergangenen drei Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen, besagt die Gaspreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Das lag vor allem an höheren Kosten der Netzbetreiber, um Leitungen zu erneuern, instand zu setzen und zu warten. Werden mehr und mehr Wohnhäuser energetisch saniert und von Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Fernwärme warmgehalten, dann verteilen sich die Netzkosten auf immer kleinere Liefermengen und weniger Nutzer.
Das ist kein fernes Szenario: Im ersten Halbjahr 2025 wurden erstmals in Deutschland mehr Wärmepumpen und Biomasseheizungen verkauft als Gas- und Ölheizungen, zeigt die Statistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie. Die Fernwärmenetze in Deutschland wachsen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme um rund 2.000 Kilometer pro Jahr.
Wie stark die Gasnetzentgelte noch steigen, prognostiziert eine
Studie von Agora Energiewende: bis 2033 dürften sie sich im Schnitt verdoppeln; bis 2040 etwa verfünffachen. Das entspricht Entgelten in Höhe von rund 4 und rund 10 Cent pro Kilowattstunde (brutto) - mehr, als durch hohe Emissionspreise anfallen wird.
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